Oli Frühauf beschreibt
Corinna Pollok

Soso, über Corinna Pollok soll ich also Prosa in die Tasten schwingen. Und - das gebietet die kollegiale Fairness - ihr Brillengestell samt erweckter Assoziation verheimlichen. Sonst wird man noch unverzeihlich verflucht oder von Dementoren heimgesucht (oops, wie hat sich denn diese kleine verräterische Heimtücke hereingeschlichen).
Können Menschen, die nach meinem Lieblingsmaler (oder umgekehrt) benannt sind, fehlbar oder von vermaledeiter Natur sein? Corinnas Freunde sagen "nein" und auf die muss ich mich verlassen dürfen. Ich selbst hatte noch nicht so oft das floskellose Vergnügen - denn ein Vergnügen wird es sein, wenn man über einen studierten Menschen schreibt, der Tom Sharpe liest, Tom Tykwer schaut und nach kurzen Nächten in irischen Spelunken einen "TomTom" zum frühmorgendlichen Navigieren braucht.
Über Schuhläden, die unmöglich gemieden werden können (was trotz Widersinn noch nicht mit dem "Goldenen Pfennigabsatz" der Zülpicher Schuhinnung prämiert wurde) und legendären Karaoke-Bar-Auftritten soll faltenfrei der Tarnmantel des Schweigens geschwungen werden.
Aber wie wäre es mit einer kleinen Unterstellung? Folgende Szene hat sich so nie abgespielt: Corinna surft durch ihren I-Pod und verflucht die Qual, sich für eines der abgespeicherten U2-Alben entscheiden zu müssen. "Bono?ist der süüüss!". Während Sie Diät-Schokolade naschend vom Weltfrieden träumt, entscheidet sich Corinna für "How to dismantle an Atomic Bomb". Zufall? Zum Teil! Zugabe? Zu gern! Am Wochenende auf der 107,1. Wer kann da schon nein sagen?
Und so beschreibt Corinna Pollok Morgen-Moderatorin Sarah Flaig.










