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26.05.2018 Geldanlage: Alles Festgeld oder was?

Das Festgeld ist bei uns im Land aktuell die beliebteste Geldanlage. Viele Milliarden Euro lagern auf Tages- oder Festgeldkonten. Allerdings oft mit Minizinsen. Bei einigen Alternativen muss man aber aufpassen.


Ganz geringe Zinsen für das fest angelegte Geld. Und Steuern und Inflation lassen das angesparte Vermögen oft auch noch schrumpfen. Viele Kunden von Sparkassen und Banken wollen sich damit nicht zufrieden geben. Sie suchen Alternativen, auch bei oft unbekannten ausländischen Instituten. Diese locken die Anleger oft mit hohen Zinsen. Doch Vorsicht ist angeraten, denn was viele vergessen haben: der Zins ist unter anderem auch ein Gradmesser für das Risiko einer Geldanlage. Und wer eine Geldanlage anbietet muss umso höhere Zinsen bieten, je schwächer seine eigene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, auch Bonität genannt, beurteilt wird. Und oft bieten gerade auch die Institute hohe Zinsen, deren Bonität nicht so toll ist. Bei uns in Europa gab es zum Beispiel mit Zypern oder Island entsprechende Beispiele, als Sparer aus Deutschland um ihr Geld fürchten mussten. Eine Hilfe gibt es allerdings: Als Kunde in der EU haben wir einen Anspruch auf Entschädigung. Für einen Betrag von 100.000 Euro pro Anleger und Kreditinstitut. Dazu haben die Banken einen gemeinsame Einlagensicherungsfonds gegründet, die sich durch entsprechende Beiträge der Institute finanzieren. Darüber hinaus gibt es weitere institutsbezogene Sicherungssysteme. Aber was ist, wenn der Betrag des Sicherungsfonds nicht ausreicht? Und wenn dann auch der jeweilige Staat das Bankinstitut nicht retten will oder kann? Daher sollte der Anleger sich erstens klar sein, wie es um die Finanzkraft oder Bonität des Institutes steht, dem er sein Geld anvertraut. Und zweitens wie groß die Wirtschaftskraft des jeweiligen Staates ist, aus dem die Bank kommt. Denn dort wird das Geld durch das Kreditinstitut an Unternehmen und Verbraucher ausgeliehen. Es gibt Alternativen, weiß unser Finanzexperte Maximilian Blusch:
"Mein Tipp: Teilt den euch zur Verfügung stehenden Betrag auf. Legt nur das Geld, was kurzfristig zur Verfügung stehen soll, zu Minizinsen in Fest- und Tagesgeld an. Die Wohlfühlreserve. Entwickelt für eure weiteren Gelder, gemeinsam mit eurem Berater bei Sparkasse oder Bank eine schlaue Anlagestrategie, die zu euren Zielen und eurer Risikomentalität passt und setzt nicht alles auf eine Karte. Auch nicht beim Festgeld."
 

Weitere Infos gibt es unter: 

http://www.geldundhaushalt.de/Infothek/einmaleins-des-budgets/taschengeld-einsetzen.html


 

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